Schikane im Studium der Zahnmedizin in Deutschland!?

In Deutschland werden die Stimmen lauter aus der Richtung der Studentenschaft der Zahnmediziner. Und zwar Bundesweit. Auch das Studierendenparlament des Deutschen Verbandes Freier Zahnmediziner (FVDZ)  berichtet von häufigeren Beschwerden. Da ich dort  Mitglied bin kann ich berichten, dass auch hier Probleme zwischen Lehrenden und Studierenden ein Thema geworden sind, dem man sich annimmt. Wer „Schikane in der Zahnmedizin“ googelt, stößt auf alarmierende Artikel in einschlägigen Online Medien:

Schlechte Studienbedingungen im Zahnmedizinstudium

Tagesspiegel berichtet über Willkür im Zahnmedizinstudium an der Charite

Angehende Zahnärzte beklagen Studienbedingungen

Worüber beschweren sich die Zahnmedizin Studenten?

Die Studenten der Zahnmedizin beschweren sich in erster Linie über sinnlose schickane und ungerechtfertige Benotungen in den zahntechnischen Kursen. Laut Aussage einzelner Stundeten, bundesweit, sollen Dozenten Ihre Noten in der Zahntechnik willkürlich vergeben und die Studenten zu Tiefst erniedrigen. Von „Psychischer Körperverletzung“ ist sogar die Rede. In der Zahnmedizin gilt die Zahntechnik als große Hürde neben dem Physikum. Hier wird ausgesiebt wer handwerklich nicht geeignet ist. Doch wie fair wird hier vorgegangen?

Die Fakultäten und Lehrenden verteidigen sich, in dem sie darauf hinweisen, dass Abiturienten mit Spitzenabitur oft nicht damit zu recht kommen, dass Ihre guten Noten Ihnen in der Zahntechnik in der auch ein Stück weit handwerkliches Geschick gefragt ist, nicht weiterhelfen. Die Vorselektion auf das Studium fragt handwerkliches Geschick nicht ab, und so sei es notwendig Studenten entsprechend zu drillen und ungeeignete Studenten auszusortieren.

Doch hier wird nicht erkannt dass das Problem nicht in fehlender Leistungsbereitschaft oder fehlendem handwerklichen Geschick liegt. Das Problem liegt am Verhältnis zu Lehrenden und Studierenden. Militärische Verhältnisse, extreme Hierarchien haben sich sich in der Zahnmedizin entwickelt. Sprüche wie „Ihr seid nicht an der Uni um zu lernen, sondern um geprüft zu werden“, „Hier herrscht keine Demokratie“ sind Alltag. Besonders ins Auge fallen die Universitätsstandorte Berlin, Bonn und Göttingen. Hier sollen einzelne Dozenten sich besonders gemein gegenüber den Zahnmedizinern im Studium verhalten haben. Durch meinen Youtube Kanal erreichen mich regelmässig Stimmen von Studenten dieser Universitäten. Mir wird berichtet, dass einem die Lust am Beruf vergeht, einige wollen im Beruf gar nicht mehr erst arbeiten. Viele ziehen das Studium in Deutschland noch durch, weil sie zu alt wären um umzuschulen. Selbstmordgedanken sind keine Seltenheit.

Ein Ausweg für immer mehr unzufriedene Zahnmedizin Studenten aus Deutschland:

Der Weg ins Ausland ist für immer mehr Studenten der Zahnmedizin ein Ausweg aus der Schikane. Bulgarien gilt hier als Top-Adresse, denn hier kann man auf englisch Human- und Zahnmedizin studieren. Sowohl ein Wechsel von Bulgarien aus nach Deutschland nach dem Physikum, als auch der Wechsel von Deutschland aus nach Bulgarien ist möglich. Auch in meiner Gruppe (Das Semester in Bulgarien ist auf Gruppen mit maximal 10 Studenten aufgeteilt) befindet sich eine Studenten aus Göttingen, die es dort nicht mehr ausgehalten hat. Mehrere Zahnmedizin Studenten aus Berlin haben den Wechsel nach Sofia an die Medizinische Universität Sofia bereits gewagt und sind hier glücklicher. Auf die Möglichkeit zu wechseln ist eine der Berliner Zahmedizinerinnen durch meinen Youtube-Kanal aufmerksam geworden. Sie wird im Oktober diesen Jahres Ihr Studium in Sofia im höheren Fachsemester aufnehmen. In Deutschland wurde Sie -Ihrer festen Überzeugung nach- zu Unrecht aus der Zahnklinik herausgeprüft.

Die Situation der Zahnmedizin Studenten in Bulgarien:

Da ich selbst Zahnmedizin im 3. Jahr in Sofia an der MUS studieren, kann ich euch aus erster Hand berichten wie die Atmosphäre in der Zahnklinik aussieht. In der Vorklinik ist es relativ locker. Allerdings wird man noch nicht ganz für Voll genommen. Ab dem 6. Semester wird man dann von Dozenten und Professoren als Kollegen angesprochen und man wird sehr respektvoll behandelt. Damit einher geht allerdings auch dass von einem ständiges eigenständiges Lernen verlangt wird. Man wird relativ schnell ins Kalte Wasser geworfen was die Behandlung von Patienten anbelangt. Bereits im 6. Semester werden in der Chirurgie die ersten Zähne gezogen, Anästhesie eingesetzt. Das Studium hier ist praxisorientierter, aber dennoch vom Aufbau sehr ähnlich wie in Deutschland. Denn die Bulgarischen Gründer der Zahnklinik FDMU Sofia haben beide ebenfalls in Deutschland Zahnmedizin studiert und das System der Lehre übernommen. Von Schikane ist hier aber nichts zu spüren. Der Umgang der Professoren mit den Studenten ist Kollegial, freundlich, respektvoll aber auch erwartungsvoll. Ich persönlich finde dass der Drill hier mehr dadurch entsteht dass man den Zahnärzten der Klinik nacheifern will, dass der Ehrgeiz und das Können und Wissen der Zahnärzte einen motiviert. Statt Zwang wird hier auf Bewunderung gesetzt. Ich denke solche positiven Stimmungen sind erfolgsversprechender als Schikane. Wer motiviert ist, und Spaß hat am Beruf und ein gutes Berufsbild im Kopf hat, der ist ehrgeiziger und erfolgreicher in der Ausbildung

Meine Meinung zu der Situation in Deutschland:

Da die Lehrenden Zahnmediziner ein Verfehlen Ihrerseits nicht einsehen wird sich so schnell nichts an der jetzigen Situation im Studium der Zahmmedizin ändern. Dass Zahnmediziner unter militärischen Bedingungen ausgebildet werden ist definitiv nicht im Sinne der Patienten. Stichwort Angstpatienten. Die Möglichkeit zumindest das Physikum im Ausland, beispielsweise in Bulgarien zu absolvieren bleibt der einzige Weg die derzeitige Situation in der Zahntechnik zu umgehen. Ich kann es nur empfehlen.

Eure Meinung ist gefragt!

Was ist eure Meinung zur Situation im Studium der Zahnmedizin in Deutschland? Meint Ihr dass so eine militärische Stimmung zur Ausbildung unserer zukünftigen Zahnärzte dazu gehören sollte? Könnt Ihr die Meldungen aus den Fakultäten der Zahnmedizin bestätigen oder widerlegen? Was sind eure Eindrücke bzw. was habt Ihr von den Schikanen in der Zahnmedizin gehört? Schreibt mir in die Kommentare unter diesen Artikel! Eine Diskussion zu diesem Thema ist definitiv erwünscht!

Mein Weg:

Um der hohen NC-Hürde, Wartezeiten auf den Studienplatz und der Tortur der Vorklinik in Deutschland aus dem Weg zu gehen -und somit meinen Erfolg nicht von der Willkür der Lehrenden abhängig zu machen habe ich den Schritt ins Ausland gewagt. Hier in Sofia, in Bulgarien ist das Studium der Zahnmedizin im Schnitt nicht teurer als in Deutschland. Und das trotz Studiengebühren. Denn teure Anschaffungen sind hier nicht notwendig, die Universität kommt für alles auf. Die Lebensunterhaltungskosten liegen zudem bei ungefähr der Hälfte der Kosten in Deutschland. Mit meiner Entscheidung bin ich mehr als zufrieden. Ich würde den Schritt jederzeit wieder wagen und kann den Schritt ins Ausland auch nur jedem empfehlen. Lasst euch nicht schikanieren! Angehende Mediziner sollten mit Respekt behandelt werden, schliesslich sind sie gewillt sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen.

Quellen:

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